Aktuelle
Hinweise
Kleines
Granatauge (Erythromma viridulum) in Hagen nachgewiesen
Das
Kleine Granatauge wurde von mir 2002 an 3 Beobachtungstagen auf dem Teich
bei Gut Herbeck in teilweise größerer Anzahl (>20) fliegend, paarend
und eierlegend beobachtet. Einzelne Tiere konnten zur Bestimmung gefangen
und wieder ausgesetzt werden. Das Vorkommen kann daher als indigen
eingestuft werden. Es handelt erst sich um den zweiten Nachweis der Art in
Hagen, die noch bis Mitte der 90er Jahre nicht nachzuweisen war
(SCHLÜPMANN 2000b). In Südwestfalen sind bislang nur Funde aus dem
Nordwestsauerland (überwiegend Ruhrtal) bekannt. Möglicherweise hat sich
die Art in den letzten 15 Jahren ausgebreitet (SCHLÜPMANN 2000a). Für
das Vorkommen ist neben klimatischen Faktoren vor allem das Vorhandensein
submerser, an die Wasseroberfläche reichender Vegetation entscheidend,
wobei sich Horn- (Ceratophyllum sp., im Herbecker Teich C.
submersum) und Tausendblatt (Myriophyllum sp.) als besonders
vorteilhaft erweisen (SCHORR 1990).
Weitere
Nachweise von Quelljungfern (Cordulegaster sp.) in Hagen
Schwerpunkt
libellenkundlicher Untersuchungen waren bisher stehende Gewässer.
Speziell kleinere Fließgewässer wurden bislang kaum untersucht.
Allerdings sind hier von Natur aus nur relativ wenige Arten zu erwarten:
In der Quellregion einiger Bäche sind Cordulegaster boltonii
(Zweigestreifte Quelljungfer) und Cordulegaster bidentatus
(Quelljungfer) nachgewiesen. GREIS-HARNISCHMACHER (2000) analysiert
detailliert die Funde von C. bidentatus in Hagen. Während der
Bachkartierungen (2001-2002) gelangen beiläufig im Juni und Juli 2002 4
neue Nachweise von Cordulegaster. Im Falle eines seitlichen Zulaufs
des Wannebaches bei Tiefendorf gelang auch der Fund von 2 Exuvien
(Larvenhäute) der Art Cordulegaster bidentatus.
Blauflügel-Prachtlibelle
(Calopteryx virgo) neu in Hagen
Die
Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo) wurde an Bächen
direkt an das Stadtgebiet angrenzend nachgewiesen (BUßMANN 2000, HEIMANN
2000, SCHLÜPMANN 1989, 2000) und wurde von mir im Jahr 2000 erstmals an
der Nahmer beobachtet. Bei den aktuellen Kartierungen der Bäche
(2001-2002) gelang zufällig der Nachweis eines indigenen Vorkommens am
mittleren Wannebach zwischen Golfplatz und Gut Giebel (2002).
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Schlüpmann, Martin (2001)
Der
Plattbauch (Libellula
depressa Linnaeus,
1758) – Insekt des Jahres 2001 – in Hagen
Der Beitrag ist ursprünglich auf der ersten
Seite der Homepage des Umweltamtes der Stadt Hagen „www.umweltamt.hagen.de“
unter „Umwelttipps/Landschaft“ veröffentlicht worden und konnte
dort als PDF-Datei (Plattbauch.pdf) abgerufen werden. Ab
nun ist er auf der eigenen Homepage
abrufbar.
Zitiervorschlag:
Schlüpmann, M. (2001): Der Plattbauch
(Libellula depressa Linnaeus,
1758) – Insekt des Jahres 2001 – in Hagen. – Homepage des
Umweltamtes der Stadt Hagen: www.umweltamt.hagen.de/umwelttipps/tipps_texte/Plattbauch.pdf,
13 S.
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Schlüpmann, Martin & Gabi Grüne, Red. (2000)
Beiträge
zur Libellenfauna in Südwestfalen

Titelbild:
Larve von Cordulgaster
bidentata eingegraben im Sediment.
Zeichnung:
R.
Harnischmacher.
Der
Sauerländische Naturbeobachter, Lüdenscheid Band 27.
Martina
Galunder Verlag ISBN 3-931251-71-3, ISSN 0558-7247
134
S. mit zahlreichen Tabellen, Karten und Abbildungen. 29,00 DM
Bezugsadresse:
1.
Naturschutzzentrum Märkischer Kreis e. V., Bergfelder Weg 10,
D-58791 Werdohl; Tel. 02352/2900, Fax. 02352/22164; Email: naturschutzzentrum_mk@t-online.de
2.
Naturwissenschaftliche Vereinigung Lüdenscheid e. V., Wilhelmstraße
47, 58511 Lüdenscheid
3.
Martina Galunder-Verlag, Alte Ziegelei
22, D-51588 Nümbrecht-Elsenroth; Tel. 02293/909873, Fax.
02293/909874
Aus
dem Inhalt:
Anlass
zu diesem Band war ein Treffen der Libellenkundler aus Südwestfalen im
Naturschutzzentrum des Märkischen Kreises. Doch handelt es sich nicht nur
um einen Tagungsband. Er bietet auch auf fast 40 Seiten erstmals eine Übersicht
über die Libellenfauna von ganz Südwestfalen. Die Verbreitung der 47
bislang nachgewiesenen Arten und zwei in unmittelbar angrenzenden
Landschaften vorkommenden Arten wird überwiegend
auf Basis von Messtischblatt-Quadranten dargestellt. Neben historischen
Daten sind auch alle aktuellen Beobachtungen eingeflossen (Stand Ende
2000). Verbreitung, Bestand und Lebensraumansprüche aller Arten werden
ausführlich kommentiert. Die Karten zeigen bereits erste naturräumliche
Verbreitungsmuster, verdeutlichen aber auch die großen Lücken in der
Kartierung zentraler und östlicher Bereiche des Sauerlandes. Gut
untersucht ist das Sieger- und Wittgensteiner Land sowie das nordwestliche
Sauerland. Dies wird auch bei den folgenden 9 Aufsätzen offensichtlich.
Allein 7 Autoren wohnen im nordwestlichen Sauerland in und um Hagen.
6
Beiträge fokussieren die Libellenfauna verschiedener Regionen des Sauer-
und Siegerlandes. Ein Aufsatz erläutert die Libellenfauna der Gewässer
der unterschiedlichen Zonen des Siedlungsraumes, insbesondere der des
Kreises Unna. Der sehr seltenen Gestreiften Quelljungfer, von der auch
einzelne Vorkommen in Hagen bekannt sind, und der Gebänderten
Prachtlibelle, die sich in den letzten Jahren entlang der Lenne
erfreulicherweise wieder ausgebreitet hat, sind eigene Beiträge gewidmet.
Das nordwestliche Sauerland (Ennepe-Ruhr-Kreis, Märkischer Kreis, Hagen,
südlicher Kreis Unna) ist schwerpunktmäßig berücksichtigt. Speziell
der Raum Hagen wird besonders ausführlich behandelt. 2 Beiträge mit
zusammen fast 50 Seiten bieten eine ausführliche Darstellung der
Situation und Ökologie der im Raum Hagen bislang nachgewiesen 33
Libellenarten, deren Verbreitung hier sogar auf Basis eines
Quadratkilometer-Rasters dargestellt werden kann.
Autoren
und Bearbeiter: